Nachdem ja schon einige Zeit seit der Geburt unseres kleinen Gregors in die Lande gegangen ist, war es für mich, den Vater, Zeit, all die Ereignisse während der durchwachten Nächte (da hat man je eher wenig zu tun) Revue passieren zu lassen.
Ich dachte an unseren kleinen Urlaub in Bad Kissingen, an die ersten Fahrten im neuen Auto mit neuem Kind, an die ersten Besuche der Onkels, Tanten und Grosseltern, und an ein Konzert im Dom (Paulus) vier Tage nach der Geburt, bei dem ich tatsächlich im Orchester sitzend, einnickte.
Aber mir fiel auch noch etwas anderes ein. Wir wohnten mit dem kleinen Gregor noch in Bensberg im Elternzimmer, als uns von der betreuenden Hebamme eine kleine Broschüre ans Bett gebracht wurde mit dem verlockenden Titel: “Verhütung und Sexualität nach der Geburt”
Wir bekamen diese Broschüre später wieder abgenommen-ohne nennenswerte Lernfortschritte verbucht zu haben (Kostendämpfung wahrscheinlich- eine muss drei Monate reichen!)und ohne diese besonders intensiv studiert zu haben. Lediglich eines war klar:
Stillen verhindert die Empfängnis nicht! Einige unserer Freunde verdanken ihre Existenz der Tatsache, dass es in den 1970er Jahren solche Broschüren wohl nicht gab. Und: Es musste einen Grund geben, warum ein intensives Studium der Texte obsolet ist.
Aber was verhindert denn nun eine Empfängnis? Eine Freundin aus Jugendtagen schockte ihre erzkatholischen Eltern einst, als sie von einer Studienfahrt in der 12. Stufe nach Mèze in Südfrankreich mit einem T-Shirt zurückkam, welches den Aufdruck “Möchtest richtig du Verhüten, nimm MELITTA Filtertüten!” trug.
Dieses witzig gemeinte Bonmot veranlasste die Eltern zu unrecht, an der moralische Unversehrtheit ihrer Tochter zu zweifeln (die 10 Jahre später einen todlangweiligen Mathematiker heiratete).
Aber wie gehts denn nun? Die Wahrheit scheint mir ziemlich simpel zu sein. Könnt Ihre Euch noch an die lustigen Aufkleber erinnern, die eine zeitlang Autos (vornehmlich Audi Avant A4-A6, TT, Mercedes Kombi, Porsche 911 in hässlichen Farben, tiefer, Turbo-Optik) zierten?
“Hast Du noch Sex oder golfst Du schon?”
Das bester Verhütungsmittel ist das Kind selbst! Heureka! Besonders, wenn es das Schlafzimmer der Eltern bewohnt!
“Hast Du noch Sex oder hast Du schon Kinder?”
Eine ménage à trois stellt man8(n) sich eben doch anders vor.