Gewisse Mitglieder meiner Familie favorisieren für unser Kind Namen, die auch Spieler des 1. FC Köööööln!!! tragen. Lukaaas ist nicht der Favorit aber immerhin dabei. Unser persönlicher Favorit der Jungennamen ist es auch nicht.
Lukaaas Podolski und Barrak Obama wurden jeweils vom kölschen Bildungsblatt Express als Messias bezeichnet (Warum auch immer- beide werden uns viel Geld kosten).
Daher machten sich die Mitternachstsspitzen gestern Abend den Spass, beide in einem fingierten Interview „zusammen“ antreten zu lassen:
„Herr Präsident, wenn Sie nach Afghanistan gehen, was wird sie erwarten, was werden Sie tun?“
BO: „……..“
LP: „Afghanistan? Kennisch nich. Is das rechtsrheinisch?“
„Herr Präsident, da erwarten sie die Taliban!“
BO: „………“
LP: „D kanner noch froh sein. Wenn isch nach Köllln komme, wachten auf misch die Höhner!!“
HAHAHAHA!!!
Ihr wundert euch bestimmt, warum ich in den letzten Tagen und Wochen eher unregelmässig geschrieben habe: Es ist kaum etwas um das Kind herum geschehen. Es boxt, schläft und wächst. Die Mama hat langsam aber sicher zumindestens im Stehen einen netten kleinen Bauch, der mir sehr, ihr aber nicht so sehr gefällt.
Was sonst so geschehen ist, hat kaum was mit dem Kind zu tun. Sie ist verstummt- jedenfalls fast, denn sie hats im Hals. Mist.
Ich habe neulich auf einer Fortbildung einige Zahnärzte aus meiner Lehrzeit als Zahntechniker getroffen, die mich teilweise echt mies behandelt haben: Sie wurden meiner ansichtig und man konnte sehen, wie es hinter den Stirnen arbeitete- irgendwoher kenne ich den Kerl……
Mein Chef (ehemaliger) stellte mich dann vor: „Blablabala…… Lehrjunge, jetzt studiert und promoviert an der Uni….“
Den Kollegen fielen die Augen aus dem Kopf: „Herr Kollege, lassen sie uns anstossen! Prosit!“ (Früher: „Ey, du, jetzt beweg Dich und renn hoch/ fahr los/ beweg deinen Arsch und hol das Mistding……usw. usw.“)
Ein anderer: „Und was macht ER so an der Uni?“ Ich: „Wer?“ „Na ER!“
Ich: „Kollegen, was wir an der Uni machen ist viel banaler als sie so denken. Wir versorgen überwiegend die Patienten mit viel Beratungsbedürfnis, viel Behandlungsbedarf und wenig Geld. Kurzum die, die Sie in Ihren Praxen nicht so gerne sehen und dann an die Uni verweisen.“ Das war dreist-aber keiner protestierte. Hat Spass gemacht, die Kollegen zu entlarven.
Erschreckend war allerdings auch, dass nicht nur Studenten, sondern auch fertige Zahnärzte teilweise nicht in der Lage sind, aus einem strukturierten Vortrag verwertbare Informationen zu ziehen, und sich in der anschließenden Diskussion (ausschließlich durch die Nichtwisser geführt) durch profundes Nichtwissen zu outen, während alle anderen die Augen verdrehen und endlich ans Buffet wollen.
Besonders nett:
„Das System ist ausschließlich für Vollkronen und Brücken verwendbar.“
„Kann man mit dem System auch Veneers und Teilkronen machen?“
„Nein, das System ist ausschließlich für Kronen und Brücken verwendbar.“
„Aber ein Veneer und eine Teilkrone ist nach Shillingburgh eine Krone!“ (Stimmt nicht- alles Teilkronen)
„Es geht hier ausschließlich um Vollkronen!“
„Ja- und Brücken jetzt nicht?“
Ohne Worte, oder? Auch für Fachfremde!
In der Uni geht es endlich auf das Semesterende zu. Nun beginnen die echten Dramen- bei Studierenden, denen ich es so überhaupt nicht wünsche. (Auch bei manchen, wo ich es mir wünsche! Fies!)