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Das Stillen eines Babys soll im Mutterleib verschiedene glücklichmachende Hormone freisetzen und zudem das Körpergefühl von Mutter und Kind positiv beeinflussen. Stillen beugt Allergien vor, versetzt das Kind in eine geradezu traumhafte Abwehrlage (zur Verbesserung der Gesundheit sollte wohl jeder Arbeitnehmer gestillt werden) und insgesamt soll Stillen irgendwie sehr gemütlich und entspannend sein.

Da wird Mann doch neidisch, oder?

Alle Stillenden, die ich kenne, widersprechen mir vehement. Kein Grund neidisch zu werden. Einzig der Entspannungsfaktor käme in Frage, da nach dem Stillen alles vergessen sei, was man sich vorher ausgedacht habe- eben Stilldemenz.

Aha- was wollte ich nochmal schreiben (Demenz wg. Schlafmangels)?

Hmmmmmm:

Ich übernachte schon seit einiger Zeit wieder im gemeinsamen Bette und bekomme so vom Stillen nur die Geräuschkulisse (BRÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ-SchmatzSchmatzSchmatz-Prrrrrrrrrrrrrrhuihintenraus) und nicht die tollen Hormone und Körpergefühle mit (wenn sie denn exixtieren).

Dafür wird mein Horizont in eine andere Richtung erweitert:

Dinge, die ich früher verschlief, werden nun an meine halbwachen Ohren gelassen: Nächtliche Badeorgien, heimkommende Betrunkene und: Sex. Körperliche Liebe in akustischer Form. Leider nicht immer besonders anregend.

Ich begann das ganze wahrzunehmen, als sich vor ein paar Wochen so gegen 3:30 Uhr ein Paar in der Nachbarschaft ehrlich und lautstark bemühte, sich gegenseitig Lust zu verschaffen- was gelang. Dies wiederholte sich eine halbe Stunde und wiederum ein paar Tage später.

Derzeit lauere ich auf die Gelegenheit, nach Abschluß des Aktes auf den Balkon zu gehen, zu Applaudieren und „Da Capo!“ zu schreien, um so die vielleicht erneut aufkommende Libido zu unterdrücken.

Unsere homosexuellen Hausgenossen verabschiedeten sich ja seinerzeit mit einem lauten Knall, als sie in sexueller Raserei das Bettsofa pulverisierten und sich nachher darüber stritten, wie blöd man sein müsse, um sowas hinzukriegen. (Das war so laut, da brauchten wir kein Kind zum Wecken- ist auch schon ein paar Jahre her!)

Unsere neuen Hausgenossen sind eher der Firma Singer zuzuordnen. Schnell, kurz, abgehackt und viele Ansätze- verdammt, schraub doch mal einer das Bett fest!!

Nun kommt bald der Winter, und die Fenster werden wohl wieder geschlossen sein. Puuh. Leider trägt Beton den Schall so gut…

Da wir in einer gegend mit vielen Netzwerken wohnen, sollten wir wohl unser Netzwerk zur subtilen Warnung an die Nachbarn umbenennen:

-wecanhearyouhavingsex-

Gestern war der letzte offizielle Tag des Semesters.

Alle mussten putzen und die Sachen, die sehr gründlich ruiniert waren, ersetzten. Bis vor ein paar Tagen sah es so aus, als wäre kaum etwas kaputtgegangen.

Aber dann kam alles anders- oder, wie ich zu unserem Materialkundler sagte: Überschätze nie die Intelligenz Studierender.

Meine Schäfchen hatten etwas unvorstellbares geschafft: Weil sie zu faul waren, harten Gips aus dem Vakuumanrührbecher zu entfernen, füllten sie einfach neues Pulver und Wasser ein.

Soweit noch kein echtes Problem, bis sie das Ganze in das Rührgerät einspannten.

Da der schon harte Gips das Rührwerk blockierte, rotierte nicht nur der Rührer, sondern gleich der ganze Topf. Und irgendwann machte er das auch nicht mehr, worauf das Wort „Überlast“ auf dem Display der Maschine erschien, und das ganze Ensemble bombenfest in der Rührmaschine festhing.

Warum? Durch die unnatürliche- von keinem Ingenieur gewollte- Rotationsbewegung des gesamten Rührensembles hatte sich der Deckel des Gipstopfes bombenfest mit dem eigentlichen Gerät verschweißt.

Also, liebe Dentalhersteller: Wenn ihr ein Gerät auf Idiotensicherheit und Belastbarkeit testen wollt, ich stelle euch gerne meine Studenten zur Verfügung. Dank völliger Gedankenlosigkeit der Prüfenden können wir so die Belastung von 10 Jahren in einem Dentallabor mit 20 Mitarbeitern in 13 Wochen simulieren!

Was der Nürburgring (D) und Death Valley (US of A) für Autohersteller ist unser Studentenlabor für die Dentalindustrie. Hier tauchen Probleme auf, die ihr euch noch nicht einmal mit voller Dröhnung im Kopf einfallen würden!!

Ich bin jedenfalls ganz froh, nun eine Weile ohne Studenten auszukommen. Aber eines hat mich noch sehr gefreut. Weil ich ja vor ein paar Monaten beim Kaizers Orchestra war und einige das mitbekommen hatten, schenkten sie mir eine CD von eben dieser Gruppe.

Und das fand ich toll. Falls einer von Ihnen das mitliest: Vielen, vielen Dank! Ich ferue mich sehr- sie läuft gerade!

So, nun haben wir die dritte von insgesamt vier Hosen per Post bekommen, die wir bei Ebay ersteigert haben. Wie praktisch!

Problem mit den schönen Hosen von M. ist nämlich leider, dass sie nicht halten, also- sie geben willig und mit Lust der Schwerkraft nach. Dafür ist ihr Bauch einfach zu klein.

Ausserdem weigert sie sich, Helpen (Vulgo: Hosenträger) zu benutzen, wahrscheinlich weil sie das zu weit in die Latzhosen-Ecke schiebt. Ich sehe da kein besonderes Problem, so lange der Pullover über und nicht in der Hose getragen wird.

Neulich habe ich was gehört: Der Christoph (The man who wears always washed out green Pullovers) von der Sendung mit der Maus mag keine Kinder! Wahnsinn! Zugegeben, es überrascht mich nicht, schließlich hat man ja als Fernsehonkel keinen direkten Kontakt mit den Breifressern und Teppichratten, aber ich dachte doch, es müsse eien gewisse Affinität vorhanden sein, um so einen Job überhaupt zu machen.

Vielleicht könnte/dürfte er das heutzutage gar nicht mehr. Habt ihr schon mal gesehen, wie der immer herumzappelt? Entweder ist er Rapper (Krimineller Hintergrund) oder drogensüchtig (ehemaliges Ritalinkind). Und dann stottert der auch manchmal so komisch rum….jaaaaaa, wenn an dem nicht mal was faul ist.

Denn jedenfalls wäre er verdächtig:

Unsere Justizministerin Zypries hat sich zum (sinnvollen) Schutz der Kinder nämlich was Tolles ausgedacht: Um die ganzen pädophilen Trainer, Tagesväter, Erzieher, Ehrenamtler, Lehrer, Schulbusfahrer, Bademeister und sonstigen lieben Onkels (also alle, die mit Kindern zu tun haben) loszuwerden (bzw. sie garnicht an die Kleinen herankommen zu lassen) fordert sie ein erweitertes Führungszeugnis: Das s.g. amtliche FZ, in dem sämtliche Sünden deines Lebens verzeichnet sind ohne jemals  zu verjähren (beim Polizeilichen verschwinden die verjährten Straftaten oder Jugendstrafen nach einer bestimmten Frist).

Sowas kostet ca. 50 Euro und wird bisher nur gefordert, wenn man approbiert werden will. Perfide ist: Man bekommt dieses Papier nie zu Gesicht, zahlt aber trotzdem.

Vielleicht sollte man das eher zunächst für werdende Eltern einführen (die sind den Kindern doch am nächsten, und wie viele Statistiken beweisen, kommen die Gewalttäter meistens aus dem engeren Familienkreis), um sämtliches Ehrenamt nicht nicht total zu vernichten.

Denn ich würde mich schon fragen, warum ich mir so einen Eingriff in meine Privatsphäre samt Vorverdächtigung antun müsste, auch wenn ich eine weisse Weste hätte.

Schade, dass diese kleine Diskussion derzeit in den Nachrichten untergeht, denn der Präsident der US of A redet wieder:

http://www.chilloutzone.de/files/09012003.html

Ich bin noch (!) unverheiratet. Und nun endlich im Urlaub.

Gestern begegnete ich auf dem Flur in der Uni noch kurz einem Kollegen und wünschte ihm schöne Ferien- Danke gleichfalls. Was ich denn so vorhätte? Joo- erstmal Weihnachten überleben, schön essen, lange schlafen und heiraten.

„Ist das nicht aufregend? So für immer?“ „Wenn es vor dem lieben Gott wäre- dann schon, aber vor Vater Staat habe ich weniger Respekt. Ausserdem tut es nicht weh.“ Ich verliess den Raum kommentarlos und liess sein Gesicht Bände sprechen.

Tut Heiraten weh? Ihr Kollege D., den wir zum Essen eingeladen hatten, um den Ferienbeginn zu feiern, ist Opfer einer ziemlich üblen Scheidungsgeschichte. Zu der o.g. Frage sagte er nur: „Ich habe von J.T. eine Karte zum Geburtstag bekommen. Darauf stand: Von einer Hochzeit hat man einen Tag etwas, von einer Scheidung den Rest des Lebens….“

Vielleicht tut ein Ehering weh: Wenn man ihn Abends nicht mehr abbekommt, oder wenn er einfach zu eng ist. Oder wenn Sie einen im Bett tritt, weil mann schnarcht oder in ihre 2/3 des Bettes eindringt.

Aber vielleicht liegt die Angst der meisten Menschen vor einer Heirat schlicht und einfach an der Angst vor der endgültigen Eigenverpflichtung: Es gibt kein Zurück. Aber: Gab es das denn vorher?

Ich jedenfalls glaube fest daran: Eine Hochzeit ist ein Verwaltungsakt der Liebe (hoffentlich!) in dem zwei Menschen aktenkundig werden. Vor Gott oder dem Staat. Ob nötig oder unnötig- das will ich nicht entscheiden

Aber ich freue mich schon.

Am Samstag haben wir Jüngeren uns in Berlin dann von den Elties abgeseilt, die sich in einem Laden verlustierten, der ungewöhnlich geschickt echte Antiquitäten mit pseudo-Antikem vermischte und über eine kreative Preisgestaltung sicher einiges an Gewinn erwirtschaftete.

Wir wollten uns später treffen und im Berliner Dom eine Orgelvesper (Reger) hören und später dann gemeinsam Essen gehen. (Wir trafen die Elties später in der S-Bahn: „Vesper war kurz-wir haben garnichts mitgekriegt, sind eingeschlafen!“)

Mein Bruder T. und R., seine Freundin, und meine Wenigkeit laborierten mehr oder weniger stark an den Folgen des vorangegangenen Abends und der Tatsache, dass um 5 Uhr die Nacht zu Ende war, da diplomarbeitsbedingt Brother D. nach Schönefeld und von dort aus nach Köln fliegen musste. Also nahmen wir den Bus.

Ich war vorher mit der Eltiestruppe auf einem Gruppenticket gefahren und musste nun selbst blechen: In einer Stadt, in der ein Tagesticket 6,20 Euro kostet, kostet eine Einzelfahrt (3 Stationen) stolze 2,10 Euro. Was uns das wohl sagen will….

Der Balina Busfahra hielt mich für reichlich blöd, als ich ihm 2 Euro hinlegte und auf Wechselgeld wartete. „Nee Jungchen, leech die zwee ooch noch rin.“ Sagte er. Mit seinem Röntgenblick konnte er das Restgeld in meiner Faust sehen. Um nicht für kniepig gehalten zu werden und um nicht rauszufliegen, zahlte ich zähneknirschend. Und holte mir dann eine Tageskarte.

Viele Dinge- wie z.B. die Größenangaben in Coffeeshops- folgen ja einer komischen Grammatik: TALL, BIG, GRANDE (Variationen möglich). Ich will aber einen kleinen Kaffee!! Und berlinert leiden sie neben fehlender Logik auch noch an letalen Folgen beim Zuhören:

Weil wir Hunger hatten und uns kalt war, gingen wir zu einen McCafé, wo man den gleichen Kaffe bekommt wie bei Starbuck´s (OK, kleinere Auswahl), der zudem billiger ist. Ich bin nicht so oft in solchen Läden und ignoriere die Größenangaben gerne: „Einen kleinen Milchkaffee und einen Cranberrymuffin, bitte!“ „`N kleen hamwa nich, aba TOOHL, BIK und JRANDE, dit sin´null zwee, null drai un null via.“ „Ich nehme den kleinsten.“ „Dit macht dann XXXX, kannste zum PIK UUP KAUNTA jehn.“ Ich hab Angst! In der U-Bahn mussten wir uns am Vorabend beim Absingen von Kölner Liedern anhören: „Könnta nich Hochdeutsch singn,wa?“ (Man stelle sich das mit einem sächsischen Zungenschlag unterlegt vor).

Später im KDW war ich froh, dass Sie nicht dabei war. Erstens musste sie dann ob der vielen potenziellen Toxo-Produkte nicht so sehr leiden und zweitens konnte ich mich der Zusammenstellung ihres Adventskalenders widmen.
Gar nicht einfach, im Angesicht der vielen Köstlichkeiten flüssig zu bleiben.

Brother T.: „Hier möchte ich mich mal mit einem grünen Schein reinsetzen und mich im Uhrzeigersinn durch jede Abteilung futtern…“ Wie wahr.

Ich zahlte: „Ick hab keen Skänna, dit muss ich alls so eingebn… (Dann sehr viel später nach Jemecka) Zweeundraißig Fünfunneünzg.“

Mein Großvater selig, Balina (Ost- nich Ostbalin, et jibt nua ein Balin!) pflegte mit ein paar Metaxa intus folgenden Spruck aufzusagen, der mein tiefes Unverständnis über die Ästhetik des balina Dialektes begründtete:

„Ick sitze da un´esse Klops. Uff ejaml kloppfts. Ick stehe uff un´wund´re mir, uff ejmal jeht se uff, die Tür. Ick sehe hin und kieke, un´wer steht draußn? Icke.“ Haha.

Gestern war Volkstrauertag.

Für alle, die es nicht mehr wissen, oder die noch keinen Einbürgerungstest machen mussten: Heute vor 90 Jahren ging der erste Weltkrieg zuende. Schmachvoll für die junge Republik und mit seinem Vertragswerk wahrscheinlich nicht ganz unschuldig an dem, was die Welt ein paar Jahre später durchmachen musste und immer noch tut.

Wir waren bei meinen Eltern zu Besuch, um die freudige Nachricht des Großelternwerdens zu überbringen: Es lief viel besser als erwartet und meine Brüder, schier platzend vor Onkelstolz holten sogar eine Flasche Sekt aus dem Keller.

Ich war in später noch in Düsseldorf mit meinem Freund M. verabredet, weil wir uns das `Kaizers Orchestra´anhören wollten. Zu dieser Ehre war ich aufgrund einer geplatzten Beziehung gekommen, denn nun hatte er eine Karte zu viel.

„Sag mal, wann war eigentlich Dein letztes Konzert, also ich meine so ohne Geigen?“ fragte er ziemlich uncharmant (er hört manchmal heimlich Nigel Kennedy!). „Grönemeyer“ antwortete ich stolz.

Wer die `Kaizers´ mal googelt findet ein mässig geschmackvolles Logo, in dessen Zentrum eine WW I Gasmaske steht. Dies hing auch auf der Bühne. „Ob die wissen, dass heute Volkstrauertag ist?“ „Scheint so, die trinken ja alle Kölsch.“ Jedenfalls betraten nach endlosen Vorgruppen die Hauptacts die Bühne, von denen der Harmoniumspieler (ja ehrlich!) eine Gasmaske (WW I) trug. „Sie wissen es wohl doch nicht“ meinte M. nur.

Jedenfalls war es ein tolles Konzert. Ungewohnt nur, dass man kein Wort verstand; die singen Norwegisch.

Ich hatte zum Glück meine Ohrstöpsel dabei. So muss man sich im Mutterbauch fühlen, wenn man Ultra-beschallt wird. Ich dachte die ganze Zeit, mein Telefon würde klingeln, so sehr hat alles vibriert.

Wir beide stehen fast jeden Tag um 5:45 Uhr auf, das heisst, dann klingelt der Wecker. Das wiederum heisst, das er noch 1-2 Mal ausgeschaltet und dann zu „Kirche auf WDR 2″ aufgestanden wird. Ich mache dann meistens Frühstück (auf Wunsch auch mit Ei, aber meistens mit Sandmännchens Sand in den Augen) und die Beste von Allen erledigt ihre Morgentoilette. Nicht an diesem Montag. Schwangerschaftsalarm- verdammt, das wollte ich nicht schreiben. Kennen sie den? „Wenn mein Kind ´Fruchtalarm`schreit, kommt es in den Mixer!!“ Nicht? Gibt aber so viele nervige „Alarme“! Sie sollten mehr Boulevardblätter beim Arzt lesen….SCANNERALARM!!!

Egal: Pipialarm. Und dann-husch- das Stäbchen eingetaucht und die Zeichen lassen nach kurzer Zeit den verblassten Traum vom Sportwagen weiter verblassen. Und uns beide sicher auch ein bißchen.

Aber das Gen auf meiner Matrix, das mich unkonntrolliert Kühe (am liebsten mit Hörnern) streicheln und Kälbchen knuddeln lässt, ließ mich nun meine Freundin in den Arm nehmen und drücken. Körperkontakt bekam mit einem Mal eine völlig neue Dimension.

ICH WERDE VATER- rief es aus mir, als ich zur Arbeit fuhr. Mir wurde wie immer an den selben Stellen von vermutlich den gleichen Autofahrern die Vorfahrt genommen. Sonst werde ich gerne mal ordinär- heute nicht. Aber dann, beim Durchlesen der diversen Online-Angebote (Spiegel, Stern, Welt, Bild Express, WDR, Tagesschau) fiel mir auf, das niemand, aber auch niemand von unserem Glück schrieb. WAS SOLL DAS??? Es ging recht viel um eine weltweite Finanzkrise. ABER WIR WERDEN ELTERN!! VIEL COOLER!! brüllte es in mir.

Aber das sollte erst einmal geheim bleiben.