„An jeder Mauer steht ein GVer!“ reimten früher meine Eltern.

Später in meinem Leben bekam das Kürzel GV eine wiederum andere Bedeutung als die Bezeichnung eines untergegangenen Landkreises. Und wiederum noch etwas später bakam das Kürzel eine weitere Bedeutung:

Geburtsvorbereitungskurs. Habe ich ja schonmal von geschrieben.

Wir haben bisher fünf von acht Terminen überlebt und vielleicht erspart uns die Ankunft des Kindes vor Pfingsten die weiteren Sitzungen. Meinen Erwartungen nach dem ersten Termin entsprechend geht der Inhalt und die praktische Verwendbarkeit der gutgemeinten Ratschläge gegen Null.

Ebenso erscheint mir das pädagogische Konzept entweder nicht vorhanden oder doch ziemlich wirr zu sein. Die basisdemokratische Struktur des Hebammenhauses und der Wunsch nach ungehemmter freier Entfaltung von Frau und Mann wird durch den angewendeten  (todlangweiligen-ne, hmmmmm) Frontalunterricht, ne-hmmmmm, unangenehm konterkariert.

Machte einer der Mitstreiter in unserer ersten Sitzung von vorneherein keinen Hehl aus seinen Ansichten zum Kurs indem er es sich gemütlich machte und leise röchelnd einschlief, so erfüllte mich diese etwas direkte Art zunächst mit Zorn, nun aber mit Neid.

Der vorläufige Tiefpunkt war am Montagabend erreicht, als uns was über das Stillen, ne-hmmmm, erzählt wurde. Ne-hmmm machte die Hebamme nach, zwischen und vor einem Satz und auch mal zwischendurch, in die Stille, ne-hmmm?

Und sie lobte uns, als wären wir Viertklässler: „Ihr habt so toll zugehört und mitgemacht, ne-hmmmm, das finde ich ne- hmmmm, ganz toll! Ne? Und  ihr habt sicher, ne-hmmmm, ne-hmmmm ganze Menge gelernt, ne-hmmmm!?“ ARRRGHHH!

Schön sind auch auswendig gelernte Fakten, die mit falscher Erklärung wiedergegeben werden:

Stillende sollten, ne-hmmm, nur stilles Wasser trinken, da das Kind sonst wegen der Kohlensäure Rülpsen und aufstossen müsse und ausserdem einen Wunden Po bekomme.

???????

Ich hatte 60 Minuten lang meine Klappe gehalten, aber da rutschte es aus mir heraus: „Das halte ich aber für ein Gerücht, das das an der Kohlensäure liegt, da diese sich in Lösung befindet und durch erniedrigten Druck in den gasförmigen Zustand übergeht (Sprudeln) und daher nur zu einem sehr kleinen Teil verstoffwechselt wird in Form von CO2. (Wird eingeatmet)“

Replik: „Aber wir müssen doch auch Rülpsen und Aufstossen, wenn wir Sprudel trinken!“

Ich: „Aber es gibt keine Direktverbindung zwischen Magen und Brust- würden wir das Gas ungelöst aufnehmen würden wir alle durch Gasthrombosen ins Koma fallen!“

Sie: „Aber es heisst doch Kohlensäure! Das ist doch ganz logisch! Du kannst ja mal eine vergleichende Studie dazu machen!“

Ich wollte gerade Luft hohlen, um etwas Markiges zu antworten und die Sache mit den H+ Ionen und der Säure und den Unterschied zwischen chemischen- und Gebrauchsbezeichnungen zu erklären, da bekam ich einen Knuff von rechts und liess einfach so die Luft ab.

Mann, war das eine Zeitverschwendung!

Nun komm endlich, Kind!! Nicht noch ein Montag!!

(Wir sind derzeit ohne Internet, daher ist hier gerade soviel los- ich tippe in den Pausen in der Uni!)

So, nun ist es soweit. Ich werde langsam nervös. Zwar nur ein wenig, aber: Nervös!!

Zum Glück relativierte sich das Gefühl schon gestern Abend beim GV-Kurs (siehe vorherige Artikel, Hihi!) wieder. Alle anderen Väter, mit Ausnahme derer, die schon Kinder haben, sind noch nervöser. Und deren Geburtstermine liegen noch viel weiter weg!

Die Höflichkeit allerdings litt bisher nicht unter diesem Phänomen. Sassen wir gestern abend doch auf diesen tollen Gymnastikbällen, die bei Bewegung auf Stoff oder Laminat unschickliche Geräusche von sich geben- und just eines der Geräusche war echt: Da entwich einem der feinen Herren eine mittelgroße Flatulenz, durch den Sitzball deutlich verstärkt und keiner kicherte oder bewegte den Kopf (obwohl es deutlich roch).

Vermutlich eine Mutprobe oder ein Vorschuß auf die Abgabe von Gasen, Geräuschen, Flüssigkeiten und Halbfeststoffen intranatal. Oder so.

Jedenfalls tickt die Uhr. Noch drei Wochen! Ich fange langsam an, Termine abzusagen oder umzulegen. Meine Dinge zu sortieren (heute haben wir unsere Steuererklärung abgegeben!!) und immer Geld für ein Taxi nach Bensberg im Portemonnaie zu haben. Unser Kind wird nämlich in Bergisch Gladbach geboren worden sein :( (.

Egal, Hauptsache gesund.

Wider Erwarten bekam letzten Freitag das sanitärfarbene Auto eines bekannten, sich derzeit permanent in den Schlagzeilen befindlichen Herstellers, welches wir als Dauerleihgabe von den Schwiegereltern haben, noch einmal zwei Jahre TÜV mit geringen Mängeln (sic!!) und dem wenig dezenten Hinweis, das Auto aber in zwei Jahren doch zu verschrotten.

Sozusagen wurde das automobile Gnadenbrot gegeben. Brav, Liese!

Hatten wir ursprünglich die Idee, uns einen Neuwaren anzuschaffen, um die „Umweltprämie“ mitzunehmen, sind wir von diesem Gedanken wieder abgerückt. Besonders da das Automobilblättchen, mit dessen Erwerb ich den Arbeitsplatz meiner Schwägerin subventioniere neulich schrieb, wie billig Dank der o.g. Prämie derzeit Gebrauchte Fahrzeuge mit ca. 3 Jahren Alter wären.

Und so schauen wir nun nach einem Auto, dass so drei Jahre und maximal 60.000 km alt ist. Und günstig soll es auch noch sein, sicher und sparsam. Innen groß und aussen klein, damit man auch noch einen Parkplatz finden kann. Da gibt es eine Riesenauswahl: Opel Astra (aktuelles Modell), Ford Focus (vor dem diesjährigen Facelift), Kia Cee´d, Toyota Auris, Mazda 3, VW Golf V…..

Gefragt wäre ein Benziner. Automobilisten, habt Ihr Vorschläge?

Unser Kind hat nichts mit Punk zu tun (s.o.). Aber wir haben es schon fast komplett ausgestattet. Wir haben nicht in den endlos langen Aufpreislisten von Römer, Teutonia oder Boogaboo gewühlt.

Wir sind nicht durch Babymärkte gestreift, nein, wir haben einfach Freunde mit Kindern angesprochen oder sind eben von denen angesprochen worden. Auch unsere Eltern haben uns Dinge angeboten, aber der einzige Kinderwagen, der vielleicht noch in Frage gekommer wäre, ist leider meinen Brüdern und mir etwas zu nah an einem Sperrmüllhaufen abgestellt worden und verschwand mitsamt der im Gepäcknetz befindlichen Siku-Autos auf nimmerwiedersehen. Nein, der wurde nicht geklaut oder einfach von Interessenten mitgenommen (wir Jungs wären eh´die einzigen gewesen, die an so etwas in unserem feinen Viertel Interesse gehabt hätten), nein, der Sportwagen- wie ihn meine Mutter bezeichnete- ruht auf der Deponie Gohr (oder fährt in Form von Recyclingstahl auf der Autobahn und verursacht Stau).

Insgesamt könnte wir wahrscheinlich mit den Sachen 3 Kinder ausstatten. Natürlich war Ebay dabei auch hilfreich, denn wir konnten einen Pürierstab samt anflanschbarer Küchenmaschine (Zauberstab und Zauberette- DER Zauberstab, nicht die billigen Kopien!) erwerben.

Zugegeben, wir stellen überwiegend Eis, Milchshakes und Reibekuchen damit her. Aber auch die Show, Wasser, Zucker und ein bisschen Instantkaffee zu steifen Schaum (Frapee) zu schlagen, ist unbezahlbar! Und so cool wollen wir dann auch Breichen herstellen.

Die Großeltern in Spe sind wild entschlossen, dem Kind einen angemessenen fahrbaren Untersatz zu verschaffen (“ da muss ja schon ordentlich Blech drumherum sein..“) und versuchen, den sanitärfarbenen Corsa neu zu TÜVen und dann zu vergolden.

Mich verbindet mit dem Auto eine Hassliebe. Viele schöne Dinge haben wir mit dem Wagen erlebt, er war immer zuverlässig und hat uns überall hingebracht. Aber eine Eigenschaft durfte ich am Freitag wieder erleben, die mich zur Weissglut bringt:

Das Auto ist wie ein altes Pferd: Wenn es von Zuhause weggeht, kann es garnicht langsam genug sein. Man kann auf dem Gas stehen und nicht passiert. (Ich fuhr nach Marburg, um eine Ebay-Erwerbung abzuholen). Auf dem Heimweg rennt das kleine Auto wie der Teufel, während sich der Fahrer schon auf Krämpfe im rechten Fuss eingestellt hat. Komisch.

Jedenfalls sind wir uns nicht so sicher, ob wir in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage unbedingt ein Auto anschaffen sollen. Jedenfalls werden wir wohl nicht die Abwrackprämie ausnutzen, sondern ein gebrauchtes Auto kaufen- wenn überhaupt.

Aber dennoch- irgendwie würde ich den grünen Corsa schon vermissen.

Meine Brüder besitzen Fahrräder, die wahre Rennmaschinen sind. Die Räder sind leicht- teilweise aus Carbonfaser- gefedert und technisch hochwertig. Hydraulische Bremsen, handgeschnitzte, leitlaufoptimierte Reifen und von vollbusigen, blonden Autistinnen singend handsortierte und polierte Kugellagerkugeln lassen die Räder abgehen wie Schmidts Katze. Und das alles zu einem Preis, für den ich vor Jahren mein Motorrad gekauft habe.

Mein eigenes Fahrrad (Peugeot) erstand ich günstig auf einer Resterampe und verbog mir gleich in der erten Woche die Gabel, als ich einen BMW auf der Hohestrasse als Bremshilfe benutzte. Die kleine Kante, die mein Gepäckträger in den Kofferraumdeckel schlug war kaum erkennbar, machte aber seinerzeit einen Austausch des Deckels nötig, was wiederum meine Haftpflichtversicherung mit einem nüchternen Brief an mich quittierte:

„Wir erlauben und Ihnen mitzuteilen, dass im Schadensfall XYZ vom XYZsten eine Summe vom 1896,87 Euro zur Schadensregulierung von uns aufgebracht wurde.“

Aber ich schweife ab. Bevor nun das Kind kommen würde, muss ich ein Mittel finden, die velizopede Übermacht meiner Brüder mit finanziell überschaubaren Mitteln zu brechen oder wenigstens meinen Abstand zu verringern. Und das zu geringen Kosten.

Daher begann ich, nach einem Liegerad zu suchen- ein Thema, das mich seit Jean Pützs Hoppythek verfolgt- und so durch aerodynamische Optimierung meinen Brüdern wenigstens folgen zu können.

Also belauerte ich wochenlang die Szene auf Ebay und bekam schließlich den Zuschlag für ein in Marburg stehendes Rad. Wer auf Bildersuche gehen will: Flevo /Flevobike /Modell: Fifty-Fifty

Ich habe es am Freitag abgeholt und gleich ausprobiert: Die Strasse war zu schmal! Trat ich rechts, fuhr das Rad nach links und umgekehrt. Elegant wie ein deutscher Frachter beim Zickzackkursfahren vor der somalischen Küste. Aber es waren keine Piraten da.

Ein weiterer Versuch erfolgte am nächsten Tag: Ich stiess immer mit den Beinen an den Lenker! Daher das Geschlingere!  Nach dessen Justierung ging es schon viel besser

Und siehe da- sogleich lief es prima. Zumindestens geradeaus. Nun brauche ich noch eine laute Klingel, denn man wird von Fußgängern schlecht gesehen.

Warum schreibe ich so etwas in diesem Blog? Bei Erwähnung des Liegerades verfällt meine Frau in ein ihre Mundwinkel umspielendes Lächeln. Ich fühle mich nicht ganz ernstgenommen. Vielleicht ist das Fahrrad ja die letzte vorkindliche Spinnerei die sich Papa leisten wird? Oder was kommt noch? Wo machen wir den Kindersitz fest? Legt er sich doch noch auf die Schnautze?

Jedenfalls ist das Teil schnell- oder es fühlt sich so an. Und bequem. eben erwähnte Sie noch, dass Sie es ja benutzen könne, wenn das mit dem Sitzen auf einem normalen Sattel nach der Geburt nicht so geht…..

Meine Frau darf seit einer Woche wieder aufstehen und kann eigentlich fast alles machen, ausser einen Blick auf ihre Füße werfen (jaja- das Bauchi!!).

Sie ist fleissig, arbeitet schon diverse Dinge für die Schule vor, trifft sich mit Menschen, die sie schon lange sehen wollte und beschwerte sich in diesem Zusammenhang neulich, dass die Spülmaschine immer laufen würde. Alle zwei Tage, um genau zu sein. Das Geschirr sei ständig alle.

Ich bin den ganzen Tag unterwegs, deshalb kann ich dazu nur sagen, dass ich nach Aquise sämtlichen in der Küche befindlichen Geschirrs nur feststellen konnte, dass ich das Gerät wohl erst übermorgen anstellen müsse.

Die Spülmaschine ist nun haupsächlich meine Aufgabe, da sie sich nicht mehr so gut bücken kann.

Ich  wollte einkaufen, alles Mögliche, aber auch Wasser. Ich habe mir eine Halter gebaut, der es mir erlaubt, zwei Wasserkästen an den Gepäckträger meines Fahrrades zu hängen, um so die Tragerei zu sparen.

Ich nahm nun die leeren Kästen, aber wo waren die ganzen Flaschen? Nicht weniger als fünf  fand ich unter unserem Bett, drei in der Küche, eine auf dem Balkon (zum Blumengießen). Und insgesamt 6 weitere in Ihrem  Zimmer, der Quelle der leeren Flaschen.

Und gleichzeitig wurde mir klar, warum die Spülmaschine so leer war: Offensichtlich war das Zimmer nicht nur Quelle der leeren Flaschen, sondern auch Quelle schmutzigen Geschirrs, welches sich auf Regalen und Schreibtisch verteilte, offensichtlich in der Annahme, es würde sich von alleine in die Küchen bewegen.

Die Spülmaschine musste noch am gleichen Tag laufen.

Ich war nur froh, dass es sich bei dem Geschirr offensichtlich um Nachwehen diverser zweiter und dritter Frühstücke gehandelt hatte, nicht auszudenken, wenn das alles Cocktailgläser gewesen wären!

Farhrradfahren geht auch wieder, und Sie ist sehr froh darüber, dass Ihr Aktionsradius wieder gewachsen ist.

Noch ein kleiens Schmankerl für Disney-Fans (aber Du darfst auch gucken, Baldtante!)

http://www.chilloutzone.to/video/dwarfed-punk-harder-better-faster-stronger.html

Es hat Beschwerden gegeben, dass in diesem Blog nichts mehr geschehen würde. Das ist wahr. Bei uns dagegen ist eine Menge passiert, allerdings wenig, über das man sich ein bisschen lustigmachen oder was man sarkastisch beleuchten könnte.

Anfangs fiel es mir leicht, aus Alltäglichkeiten Kuriosa zu generieren, aber nun stockt der Lauf der Gedanken immer mehr. Langsam wird es nämlich ernst. Nicht bedrohlich, aber ernst.

Sie hat zugenommen- nicht viel, aber der Bauch ist schon erstaunlich dick und wird auch noch wachsen, denn es sind nur noch fünf Wochen bis zum errechneten Termin.

Die meisten neuen Möbel designed und crafted by FWN-Enterprises sind aufgebaut und verleihen unsere eher kleinen Wohnung ein völlig neues Raumgefühl- fast könnte man schon von Weite sprechen….(Okay, kleiner Witz!!)

Auf Männer soll ja solche weibliche Wucht eine abschreckende Wirkung haben, die bis zur Verweigerung jeglichen potenten Gehabes führen soll….. auch wenn Sie immer wieder sagt, sie wäre fett- ich finde Sie wahnsinnig sexy! Kugelbauch! Prall und lebendig! Und wenn das Kind sich dann auch noch bewegt freue ich mich wahnsinnig auf das Vaterwerden.

Zugegeben, es gibt da eine Hürde: Den GV- Kurs (Zur Verteidigung meiner schlüpfrigen Phantasie möchte ich sagen, dass diese Abkürzung in Ihrem Kalender steht!). Diese Bezeichnung scheint mit in etwa so gefühlsbetont wie die Abkürzung SS -für Schwangerschaft- in verschiedenen Schwangerschaftsforen.

Der Geburtsvorbereitungskurs (GV- was ihr euch immer so denkt, tsss!?)  ist sicher eine sinnvolle Sache, ist aber dennoch als Mann nicht so einfach zu ertragen. Die Hebamme, die uns durch den Kurs führt, muss der schweren Aufgabe nachkommen, Menschen mit durchaus unterschiedlichem Intellekt und Geschlecht den Vorgang der Geburt nahezubringen. Bisher hat sie mich nicht überzeugt, da bis auf das Leitthema (GV) keine Linie erkennbar ist. Egal, die meisten scheinen das zu geniessen. Aber warum muss man auf Isomatten auf dem Boden sitzen? Warum wird die südländische werdende Mutter (seit ca. 14 Jahren in D und immer noch erbärmliches Deutsch) ständig nach ihren schlechten Erfahrungen bei der ersten Geburt (vor ca. 14 Jahren) gefragt?

Und warum musste bei der Meditation zur Kontaktaufnahme mit dem Ungeborenen der Begriff „Käseschmiere“ fallen? (Übrigens das Einzige, das ich potentiell eklig an einer Geburt finde- schon wegen der Begrifflichkeit) Der Fachbegriff heisst übrigens „Vernix caseosa“- etwas besser, wie ich finde.

Wann wird den Menschen klar, dass eine PDA kein Organizer, sondern eine Periduralanästhesie ist, die man nicht oral einnehmen kann? Und eine Beckenendlage (natale Arschbombe) zwar von der Ästhetik des auf der Welt erscheinenden Kindes fragwürdig, aber dennoch keine Kaiserschnittindikation ist- wenn man das richtige Krankenhaus wählt!

Und warum erfüllen Leute mit esotherischem Background immer das Klischee, unstrukturiert zu sein?!

Und was mache ich, wenn meine Hebamme keine Aromatherapie beherrscht? Muss ich dann ohne entbinden?! OH MY GOD!!

Jaa! Und es wird richtig wehtun. Aber Du wirst es vergessen haben. Oder du bekommst eine PDA. Nein, das kann dein Mann nicht mit seinem Blackberry, der bleibt schön aus, Frollein!! Ja, das muss ins Rückenmark- daher der Name. Oder dein Mann nimmt seinen PDA und massiert dir den Rücken, während seine Geschäftskumpels anrufen! BRRRRRRRRRRRRR

Meine Mutter ist sehr stolz auf ihre Füsse, von denen Tante Tinni so vor 60 Jahren einmal gesagt haben soll: „Nää, das M. hät Föös wie e jung Mädsche, nä, watt schöön!“ Tante Tinni übersah dabei, dass es ich bei den Füssen, die in ähnlicher Form auch meine Grossmutter besass, tatsächlich um Jungmädchenfüße und nicht um solche einer älteren Dame handelte.

Daher (und um sich etwas abzugrenzen vom Rest der Familie) pflegt meine Mutter ihre Füsse auch sorgfältig, weicht immer schön die Nägel ein. Aber vor allem geht sie am Morgen, schlaftrunken vom Bett aufstehend immer auf den Hacken ins Bad, um die Fööss zu schonen (und die Föösskält nit ze spühre).

Sicherheitshalber legte sie schon in jungen Jahren die Saat zu einem Komplex, der mich in jedem Jahr mit Schrecken an den Frühling denken lässt. Meine Mutter hät schöön Fööss (Tante Tinnis Meinung + Eigenmeinung- objektiv sicher nicht so zu halten, der freundliche Orthopädieschuster aus Dormagen sagte seinerzeit was von Knick- Senkfüssen) aber der Pappa und die Kinder haben Nüggelsfööss (Für die nicht-Rheinländer und Westfalen: Nuckelfüße, in Anlehnung an bekannte Kindersauger).

Nun bin ich durchaus nicht der Meinung, Nüggelsfööss zu besitzen, dennoch besitze ich lediglich ein Paar Sandalen, weil ich dann doch nicht so sicher bin und meine Umwelt nicht mit dem quälen will, was mich quält.

Leider ist diese Zurückhaltung nur wenigen Mitmenschen zueigen, denn jetzt ist der Frühling da, und neben Bauchfrei und Arschgeweih hat der Frühling den Schrecken der Flip-Flops parat. Argh.

Dummerweise hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass Füße zwar so sind, wie sie sind, aber dass sie in  jedem Fall gepflegt sein müssen, bevor sie in Sandalen zur Schau/Flip-Flops/Schreckliches Zeug von New Yorker getragen und zur Schau gestellt werden. Wofür gibt es Pediküre?

Und warum müssen immer die Leute Sandalen tragen, die die hässlichsten Füsse der Welt haben? Spreiz- Senk- Matschfuss mit Hühneraugen? Und dazu diese perverse Tipp-Ex Technik (French Manikure- als ob ausgerechnet die Franzosen eine solche Geschmackverirrung erfunden hätten….), die es ermöglicht, Knies und Knas wochenlang unter den Nägeln zu konservieren! Buäh! Da geht doch die Ästhetik des Fusses vollkommen verloren.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass es unterschiedliche Fussformen gibt? Römisch und griechisch. Bei der römischen ist die Grosszehe etwas kürzer als der „Zeigezeh“ und bei der griechische länger. Das ist Kunst! Das hat man so festgelegt! (Im übrigen ist die römische Fussform das Resultat einer genetischen Veränderung. Habe ich gehört.

Vielleicht sollten mehr Füsse von Leuten von deren Müttern als Nüggelsfööss bezeichnet werden. Aber die Hoffnung ist sicher vergebens. Man sieht nämlich immer zwei Personen unterschiedlichen Alters in der Nagelstudios. Mutter und Tochter?

Meine Frau wünscht dem Kind jedenfalls ihre Fussform. Griechisch. Schmal. Lang. Und da soll ich meinen Komplex verlieren? Seufz.

Nun kommen die ersten Teile, die der Schwiegervater geschreinert hat. Nach sechs Jahren scheint unsere Wohnung so zu werden, wei ich es immer wollte, klein aber fein und durchdacht. Warum haben wir das bloss nicht schon früher gemacht? Unser Bett lässt sich nun richtig klappen und ist etwas höher (besser zum Aus- und Einsteigen und Flaschen Drunterlegen), die Unterseite ist verkleidet und nicht wie vorher einfach ein Lattenrost.

Ich habe mir endlich ein kleines Nachttischchen an die Wand gedübelt: Nun kann ich die Snooze-Funktion des Weckers nutzen, ohne mich aufzusetzen, habe ein Plätzchen für ein Buch oder meine Ohrstöpsel, die Brille…

Der Skeretär war nicht nur ein Schnäppche, er hat auch sehr viel Platz und mit dem neuen geschreinerten Regal obendrauf noch mehr. Ja, wenn- wenn nicht ein kleiner Fehler aufgetreten wäre.

Nach dem Erstaufbau kam ich nach Hause und das Erste, was mir auffiel, waren die Klemmschrauben, die nach oben sahen. Komisch, aber nach Aussage meiner Frau musste das aus optischen Gründen so sein.

Das Regal sah stabil aus und so schwere Dinge wollte ich nicht lagern. Also besorgte ich Winkel, dübelte das Ganze fest und räumte es glücklich ein.

Als ich am nächsten Abend nach Hause kam, war das Regal leer, die Winkel abgeschraubt. Mein Blutdruck stieg. Was war geschehen? Offensichtlich war die Sache mit den Klemmschrauben vom Handwerksmeister etwas voreilig als unwichtig abgetan, denn die zeigten nun nach unten, leider alles andere auch.

Also ertmal alles wieder dranbrasseln und einräumen! Los, los! Was mich eigentlich hauptsächlich aufregte, war das Chaos, da ich meine Bücher und Platten mit einem System eingeräumt hatte.

Aber stabil ist es schon, das Regal. Und später räume ich auch meine Stereoanlage dort ein.

Ach: Gerade wackelt Ihr Bauch ganz doll und man kann kleine Beulen sehen!

Aber wenn man darüber streichelt, ist alles wieder ruhig, so wie bei diesem netten Tier:

http://www.chilloutzone.to/video/komischer-kautz.html

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